Jürgen Lampe

Heilpraktiker Psychotherapie

Verhaltenstherapie
Beratung

 

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Bis 1998 konnten Heilpraktiker für Psychotherapie mit den gesetzlichen Krankenkassen direkt abrechnen.
Seit Einführung des Psychotherapeutengesetzes im Jahr 1999 können Krankenkassen eine Therapie bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie unter bestimmten Voraussetzungen als außervertragliche Behandlung übernehmen.
Grundlage hierfür ist das Sozialgesetzbuch (SGB V § 13 Abs. 3).

Im SGB V § 13 Abs. 3 heißt es:
„Konnte die Krankenkasse eine unaufschiebbare Leistung nicht rechtzeitig erbringen oder hat sie eine Leistung zu Unrecht abgelehnt und sind dadurch Versicherten für die selbst beschaffte Leistung Kosten entstanden, sind diese von der Krankenkasse in der entstandenen Höhe zu erstatten, soweit die Leistung notwendig war.“


Der Antrag auf Kostenerstattung muss vor Beginn der Therapie gestellt werden.


Voraussetzungen für einen Antrag auf Kostenerstattung

Der Heilpraktiker /-in für Psychotherapie muss nachweisen

  • Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung für die Psychotherapie
  • Psychotherapeutische Qualifikationen
  • Bestätigung, dass die psychotherapeutische Behandlung der psychischen Störung mit Krankheitswert sofort beginnen kann

Der/die Antragsteller/-in muss nachweisen

  • Notwendigkeitsbescheinigung
    Ein Facharzt (z.B. Psychiater) muss eine Diagnose nach ICD-10 stellen und den Behandlungsbedarf bestätigen.
  • Mangelnde Verfügbarkeit
    Mehr als 3 vergebliche Behandlungsanfragen sind aus fachlichen und menschlichen Gründen (im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung) nicht zumutbar.
  • Zumutbare Wartezeit
    Wartezeiten von mehr als 3 Monaten bei Erwachsenen sind unzumutbar.
  • Bei Kindern und Jugendlichen beträgt die zumutbare Wartezeit weniger als 3 Monate

Der Nachweis über die Nichtverfügbarkeit eines kassenzugelassenen Therapeuten kann erbracht werden, indem Namen und Adressen der kontaktierten Kassen-Therapeuten (die keinen Termin anbieten können) mit Datum notiert werden.
Diese Liste wird bei der Krankenkasse eingereicht zusammen mit einem formlosen Schreiben.

Die Erfahrung zeigt leider, dass Anträge auf Kostenerstattung von den Krankenkassen erst einmal abgelehnt werden. Gegen einen ablehnenden Bescheid kann und sollte dann auch Widerspruch eingelegt werden. Die Kassen sind mitlerweile gesetzlich verpflichtet binnen 5 Wochen auf die Anträge zu reagieren. Machen sie dies nicht, müssen die beantragten Leistungen übernommen werden.


Gerne stelle ich Ihnen notwendiges Material und Informationen zur Verfügung.

 

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